Auswahl des richtigen Spülbeckens

Auswahl des richtigen Spülbeckens

Die Küche ist ein wesentlicher Bestandteil des Hauses. Man verbringt durchschnittlich 6 Stunden pro Woche in der Küche. Dort bereitet man das tägliche Essen für die Familie und auch für Freunde zu, die zu Besuch kommen. Wie man so schön sagt: „Wir sind, was wir essen“. Viele Häuser haben funktionale Küchen, aber mir ist klar geworden, dass es mir enorm zugute gekommen ist, mich mit hochwertigen Küchenprodukten auszustatten, die zu meinem Lebensstil passen.

Eine Küche besteht aus vielen Teilen, doch am meisten kommt man wohl mit der Spüle und dem Wasserhahn in Berührung. Ungefähr 60% unserer Zeit in der Küche verbringen wir am Spülbecken. Beim Zubereiten der Zutaten, Kochen und Aufräumen dreht sich alles um die Spüle. Daher ist es ziemlich wichtig, ein Spülbecken und einen Wasserhahn zu haben, die nicht nur funktional sind, sondern auch zum Lebensstil der Familie passen. Deswegen sind hier einige Faktoren, die ich vor dem Kauf einer Spüle berücksichtigt habe.

Welche Größe?

Die Größe der Spüle hängt von der Größe der Arbeitsplatte ab und von dem Zweck, den die Spüle erfüllen soll. Zuerst sollte man sich fragen: Will ich eine sehr große Spüle für eine kleine Küche oder umgekehrt?

Meine Küche ist leider klein. Aber oft koche ich ein ganzes Huhn in einem großen Topf (mit einem Durchmesser von 24-cm), und deshalb entscheide ich mich für eine größere Spüle. Jetzt kommt der zweite Punkt. Welchen Zweck soll die Spüle erfüllen? Was wird gekocht? Verwendet man nur kleinere Töpfe oder riesige Töpfe, für die man zum Reinigen mehr Platz benötigt? 

Ein größeres Spülbecken bietet mehr Platz zum Geschirrspülen, nimmt aber auch Platz auf der Arbeitsplatte weg, was besonders in kleineren Küchen ausschlaggebend ist.

 

Wie viele Becken soll die Spüle haben?

Müssen nach jedem Kochen viele Töpfe und Pfannen gespült werden? Wenn ja, dann ist eine einzige Spüle am sinnvollsten. Denn dann hat man genug Platz, um darin alles zu spülen.

Aber auch eine Doppelspüle hat Vorteile. Wenn man zum Beispiel viel backt und das Backgeschirr über Nacht einweichen möchte, ist eine Doppelspüle praktisch, weil das weitere Aufräumen nicht behindert wird. Darüber hinaus können zwei Spülbecken eine gute Option sein, wenn man die Aufgaben in der Küche untereinander aufteilt. Ein Becken kann zum Abwaschen verwendet werden und das andere zum Zubereiten der Speisen. Ich gebe ein Beispiel: Während ich koche, spült mein Mann ab. Deswegen finden wir ein Doppelspülbecken sehr praktisch.

Welches Material?

Für Küchenspülen werden folgende Materialien verwendet: Edelstahl, Porzellan, Mineralwerkstoff, Granit, Kupfer und Glas. Ich werde nur die zwei häufigsten erwähnen: Spülen aus Edelstahl und Verbundgranit

Edelstahlspülen

Edelstahlspülen sind auf Langlebigkeit ausgelegt. Stahl ist sehr strapazierfähig und splittert nicht schnell ab. Dieses Material ist leicht zu reinigen und zu pflegen. Man kann die Spüle problemlos mit normalen Reinigungsmitteln reinigen, die man im Supermarkt findet. Edelstahlspülen sind auch sehr unempfindlich im Kontakt mit heißen oder kalten Gegenständen und weniger anfällig für Schäden, die durch Stöße verursacht werden.

Edelstahlspülen haben jedoch auch einen Nachteil. Es gibt sie nur in Silber. Außerdem habe ich bei der Spüle meiner Schwiegermutter folgendes Problem beobachtet: Im Laufe der Zeit bekommt die Oberfläche viele sichtbare Kratzer, die die Spüle alt aussehen lassen. Und noch etwas fiel mir an ihrem Spülbecken auf: Der Aufprall des Wassers auf die Stahlspüle war ziemlich laut. Das ist zwar eine Kleinigkeit, aber ich wollte trotzdem darauf hinweisen. Außerdem ist das Wasser in Deutschland ziemlich hart. Das bedeutet, dass man die Spüle nach dem Gebrauch mit einem trockenen Tuch abwischen muss, weil sonst Wasserflecken entstehen.

Spülen aus Verbundgranit

Diese Art von Spüle besteht aus Granit und Polymeren. Was ich an diesem Material liebe, ist die große Auswahl an Design und Farben. Schwarz, Weiß, Braun, Graphit, Beige, Steingrau und vieles mehr… Das macht es sehr einfach, die Farbe, Größe und Form zu wählen, die zur eigenen Küche passen. 

Granit-Verbundwerkstoff besteht normalerweise aus circa 80% Granit und 20% Acrylharz. Er sieht aus wie Naturstein und fühlt sich auch so an. Er ist hitzebeständig und auch die Farbe verblasst nicht, wenn er Hitze ausgesetzt wird. Er ist außerdem dafür bekannt, Kratzern und Flecken gegenüber unempfindlich zu sein. Darüber wird man auf Spülen aus Granitverbundwerkstoffen nicht viele Wasserflecken finden.

Allerdings muss ich auch einen Nachteil nennen: Ein Freund von mir hatte eine hellere Granitspüle aus Verbundwerkstoff gekauft und leider kann eine hellere Farbe etwas fleckig werden, wenn sie nicht regelmäßig und gründlich gereinigt wird.

Aufsatzspüle oder Unterbauspüle?

Ich denke, diese Entscheidung ist nicht die allerwichtigste. Und trotzdem ist es eine wichtige Überlegung. Bei Unterbaubecken schließen Spülbeckenrand und Arbeitsplatte miteinander ab. Wenn man wenig Platz hat, sind Unterbauspülen genau das Richtige. Es gibt noch weitere Vorteile: Es ist einfacher, Speisereste und Schmutz zu entfernen: Sie können leicht von der Arbeitsplatte in die Spüle gewischt werden. Außerdem wirken Küchen mit Unterbaubecken weniger überladen und aufgeräumter. Der Nachteil ist jedoch, dass Unterbaubecken nur für Arbeitsplatten aus Materialien wie Granit und Marmor geeignet sind, aber nicht für Arbeitsplatten aus Laminat. Darüber hinaus ist der Einbau von Unterbauspülbecken sehr viel kostenintensiver.

Ein Aufsatzspülbecken kann viel einfacher in Eigenarbeit installiert werden. Wenn man Erfahrung als Heimwerker hat, wird der Einbau kein großes Problem sein. An den Rändern von Aufsatzspülen sammeln sich jedoch schnell Speisereste und Wasser, wodurch leichter Schimmel und Bakterien entstehen können. Trotzdem würde ich eher zu einer Aufsatzspüle tendieren, weil man sie (im Gegensatz zu einer Unterbauspüle) nach 5-10 Jahren ohne großen Aufwand auswechseln kann.

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